Die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und der Stellenwert der Regie
Keynotes von Claudia Roth und Istvan Szabó und medienpolitische Fachdiskussion anlässlich der Jubiläumsfeier 40 Jahre BVR
Vor 40 Jahren,wurde in München-Geiselgasteig, genauer: in der Kantine der Bavaria Film, der BUNDESVERBAND DER FERNSEH- UND FILMREGISSEURE e.V. gegründet. Die scheinbar ... [mehr]
Von der Werkschöpfung zur angemessenen Vergütung
Ein Gespräch mit Stephan Wagner und Dr. Jürgen Kasten aus Anlass des 40. Gründungsjubiläums des BUNDESVERBANDS REGIE e.V.
Peter Hartig (CineArte): Was die Regisseure 1975 in ihre Gründungserklärung geschrieben haben, klingt noch immer seltsam vertraut. Hat sich in den 40 Jahren gar nicht... [mehr]
Visionäre zwischen Kunst und Quote
Ein Rückblick auf 40 Jahre TV- und Film-Regie in Deutschland
Am 11. April 1975 trifft sich die bis dahin lose bestehende „Interessengemeinschaft der Fernsehregisseure“ in der Kantine der Bavaria in Geiselgasteig. Das Fernsehen ist der Ausgangspunkt zur Gründung des BUNDESVERBANDS REGIE, denn lagen und liegen 85 % der Beschäftigungsmöglichkeiten. 1975 trennt sich die Regie-Landschaft noch in der Dünkelfrage, ob man sein Werkschaffen der großen Leinwand mit allen feuilletonistischen Meriten oder dem gerne auch als Mattscheibe miniaturisierten Ferns...
Faire Vergütung für die online-Nutzung von TV-Filmen
Keine zeitliche Entgrenzung von ARD- und ZDF-Mediatheken ohne angemessene Vergütung
Die Zustimmung der Fernsehräte von SWR und ZDF zum Konzept für ein gemeinsames, non-lineares Jugend-Angebot von ARD und ZDF ist ein weiterer Baustein des Ausbaus der non-linearen Programmangebote öffentlich-rechtlicher Anstalten, die immer mehr in die Interessenspur vertikaler Medienkonzerne treten. Es ist höchste Zeit, diese schleichende Entwicklung medienpolitisch zu reflektieren und dabei Fragen des Rechteerwerbs, des Wettbewerbs und fairer Urhebervergütungen aufzugreifen. Den Mediathek...
Arbeitslosengeld für Kulturschaffende verbessern
BVR mit BFFS, Filmschaffenden-Verbänden und ver.di Filmunion zur Arbeitslosengeld-1-Regelung für kurz befristet Beschäftigte
In Film- und Fernsehproduktionen sowie an Theatern und in anderen Medienbereichen sind die Beschäftigungsverhältnisse häufig auf Projektdauer kurz befristet. In diesen Zeiträumen entrichten die beschäftigten Medien- und Kulturschaffenden zumeist die Höchstsätze der Sozialversicherungsbeiträge, scheitern aber nach den kurzen Beschäftigungsphasen an zu eng gefassten Anwartschaftsregeln und erhalten kein Arbeitslosengeld 1 (ALG 1). Die seit 2009 ausdrücklich für kurz befristet Besch...
Urheber und Urheberinnen gehören auch in der digitalen Nutzungswelt in den Mittelpunkt
Welttag des Urheberrechts und Welttag des geistigen Eigentums weisen auf die Bedeutung der Werkschöpfer/innen
Die UN-Organisationen Unesco und World Intellectual Property Organisation (WIPO) haben den 26. April zum WELTTAG DES GEISTIGEN EIGENTUMS und den 23. April zum WELTTAG DES URHEBERRECHTS erklärt. An diesen Tagen sollen Wert und Wichtigkeit der Schöpfungsleistung des Urhebers und seines daraus erwachsenden geistigen Eigentums verdeutlicht werden. Das ist angesichts der Bedrängnis, in die das Urheberrecht im digitalen Zeitalter gerat, auch dringend notwendig. Denn mit der technischen Möglichkeit...
Europäischer Regieverband FERA kritisiert Novelle des österreichischen Urheberrechts
und wählt Peter Carpentier ('BVR) in den Vorstand
Die in der FERA zusammengeschlossenen europäischen Regieverbände haben einen neuen Vorstand gewählt: PETER CARPENTIER, gf. Vorstand des BVR, wurde neben den Vertretern Bulgariens, Dänemarks, Frankreichs, Italiens und Sloweniens in das neue Vorstandsgremium gewählt. Scharf kritisiert wurde der aktuelle Entwurf eines neuen österreichischen Urheberrechtsgesetzes: PRESSEERKLÄRUNG DER F.E.R.A. ÜBER DIE ÖSTERREICHISCHE GESETZESNOVELLE BEZÜGLICH URHEBERRECHTE, IHRE VERGÜTUNG UND EINE...
Regisseurinnen und Regisseure setzen neue Vergütungs-Maßstäbe
Mitgliederversammlung des Bundesverbands Regie auf der Berlinale
Im Zentrum der Mitgliederversammlung des BUNDESVERBANDS REGIE e.V. standen die Verhandlungen über Gemeinsame Vergütungsregeln nach § 36 UrhG. Mit dem ZDF gelang in einem Schlichtungsverfahren ein Abschluss, der das jahrelang eingefrorene Wiederholungshonorar merklich anhebt. So steigen sowohl die Bezugsgröße des Honorars als auch der Satz für die Prime Time-Wiederholung um etwa 30 %. Zudem gelang es, die Pauschalvergütung für Mediathekennutzung zeitlich zu befristen. Die gesamte Vergütu...
BVR und ZDF vereinbaren Gemeinsame Vergütungsregeln
Basis ist ein Folgevergütungsmodell mit endlich erhöhter Bezugsgröße
Nach langjährigem Rechtsstreit und zähen Verhandlungen ist nun endlich eine Vergütungsregel für 90-minütige fiktionale Auftragsproduktionen des ZDF zwischen der Mainzer Anstalt, der ProduzentenAllianz und dem BUNDESVERBAND REGIE vereinbart worden. Es ist die erste Vergütungsregel, die ein öffentlich-rechtlicher Sender direkt abschließt. Sie gilt ab dem 15.12. 2014 und orientiert sich am Folgevergütungsmodell, d.h. die Praxis des ZDF, Teil-Buyout-Verträge abzuschließen, ist nicht mehr ...
Europäische Agenda zur Entwicklung des Urheberrechts
Europäische Dachverbände der Film- und AV-Urheber formulieren Problemaufriss und Aktionsplan
Urheberrecht und die scheinbar unbegrenzte Freiheit des Internets werden noch immer oft als Widersprüche dargestellt. Es schien lange so, als würden die immateriellen und materiellen Rechte der Urheber den Zugang zu online verfügbaren kulturellen Angeboten. Dies ist natürlich faktisch nie so gewesen. Trotzdem drängte diese strikte Trennung Kreative und Kulturschaffende in die Defensive. Es hat sie dazu gezwungen, die Vorteile eines kulturwirtschaftlichen Systems darzulegen, welches sowohl K...
Die Gewinnerinnen und Gewinner des Deutschen Regiepreises METROPOLIS 2014
BVR-Mitglieder kürten in einer online-Abstimmung die Preisträger
In einer unterhaltsamen Gala-Veranstaltung wurden am 9.11.2014 in der Hochschule für Fernsehen und Film München bereits zum vierten Mal die Gewinner des Deutschen Regiepreises geehrt und die goldenen METROPOLIS Preiswürfel verliehen. Die BVR-Mitglieder haben online folgende Gewinner für das Jahr 2014 gewählt: Beste Regie Kinofilm: EDWARD BERGER für "Jack" Beste Regie Kinder-/Jugendfilm: PEPE DANQUART für "Lauf, Junge, lauf!" Beste Regie Dokumentarfilm: MO ASUMANG für "Die Ari...
Veröffentlichung des ersten Regie-Diversitätsberichtes 2010-2013
während der TAGE DER REGIE in München
Der Diversitätsbericht kann als Printausgabe in der BVR-Geschäftsstelle bestellt oder hier als PDF Download abgerufen werden http://cb-tm.de/notiz/download.php?id=98133 Am Sonntag, den 9.11.2014, wurde in der HFF München anlässlich der TAGE DER REGIE, wenige Stunden vor der Gala zur Verleihung des Deutschen Regiepreises METROPOLIS 2014 der erste Regie-Diversitätsbericht des Bundesverbandes Regie e.V. (BVR) präsentiert. Neben den BVR-Vorständinnen Esther Gronenborn und Verena S. Freyta...
TV-Filme unbegrenzt im Internet: die Kreativen sollen die Zeche zahlen
Autoren, Regisseure und Produzenten fordern endlich eine faire Vergütung für Mediatheken-Einspeisung bei ARD und ZDF
Wenn es darum geht, die Verfügbarkeit öffentlich-rechtlicher Programme in den Mediatheken von ARD und ZDF von derzeit 7 Tagen beträchtlich auszuweiten, werden Deutschlands Kultur- und Medienpolitiker spendabel. Eine ganz große Allparteien-Koalition überbietet sich wechselseitig in der Bereitschaft, etwas zu verschenken, was ihr gar nicht gehört: die online-Nutzungsrechte bzw. die daraus resultierenden Vergütungsansprüche von vielen tausend Medienschaffenden in Deutschland. Gerade erst ...
Digitalisierung eine Chance für alle?
Bundestag diskutierte etwas unkritisch in der Folgeabwägung über die Digitale Agenda
Der Deutsche Bundestag diskutierte am 16.10. über die "Digitale Agenda 2014-2017", die von der Bundesregierung als Unterrichtung vorgelegt wurde (BT-Drucksache 18/2390). Ziel der Agenda ist es nicht nur, mittels eines effizienten Technologiemixes bis 2018 eine flächendeckende Breitbandinfrastruktur mit einer Downloadgeschwindigkeit von mindestens 50 MB pro Sekunde zu schaffen. Damit noch mehr audiovisueller Content verfügbar ist, auch wenn die Rechtmäßigkeit des Downloads nicht immer Priori...
Zögerliches Engagement von ARD und ZDF für den deutschen Kinofilm
Eine erste Bilanz des Sommerkinos 2014
Im April 2013 mahnten die wichtigsten Verbände der Film- und Fernsehwirtschaft an, dass sich ARD und ZDF stärker als bislang für den deutschen Kinofilm einsetzen sollten. Eine erste Bilanz der überwiegend in der sog. Sommerkino-Reihe erfolgten Kurzzeit.-Aktivität zog Tilman P. Gangloff mit mehreren Interviews, die er zusammenfassend in Blickpunkt: Film v. 2.10. 2014 veröffentlichte. Zu Wort kommen der Drehbuchautor Sebastian Andrae, der Produzent Uli Aselmann, die Degeto-GF Christine Strob...
Reform des ZDF-Staatsvertrags nutzen: auch die Schöpfer des Programms müssen im Fernsehrat vertreten sein!
Nach der Entscheidung des Verfassungsgerichts vom 25.3.2014 müssen die Aufsichtsgremien des ZDF neu zusammengesetzt werden. Im Zuge dieser überfälligen Reform fordern der Verband Deutscher Drehbuchautoren e.V. (VDD) und der Bundesverband der Film- und Fernsehregisseure e.V. (BVR), dass endlich auch die Urheber des Programms im Fernsehrat vertreten sein müssen. Die rundfunkrechtliche Vorlage lautet: „Der Fernsehrat nimmt seine Aufgaben stellvertretend für die Gesellschaft wahr und soll ...
Investitionen ins Programm von ARD und ZDF sind überfällig
BVR und VDD fordern die Länder auf, Mehreinnahmen aus der Haushaltsabgabe für Strukturreformen einzusetzen
Die Ministerpräsidenten der Länder haben Mitte März eine Senkung der Rundfunkgebühr, die jetzt Haushaltsabgabe heißt, um 48 Cent im Monat festgelegt. Die KEF hatte sogar eine Senkung um 73 Cent vorgeschlagen. Das mag auf den ersten Blick wie ein Entgegenkommen der Ministerpräsidenten in Richtung der Forderungen des Bundesverbands Regie und des Verbands der Drehbuchautoren (siehe Text weiter unten) aussehen. Dem ist aber leider nicht so. Mit keiner Silbe erwähnt die Politik eine Zweckbindu...
Sehr moderate Gagenerhöhungen ab Juli 2014
ver.di und ProduzentenAllianz einigen sich
Ver.di und ProduzentenAllianz haben sich gestern auf sehr moderate Erhöhungen der Gagen des Tarifvertrags Film- und Fernsehen geeinigt. Sie gelten ab dem 1.7. 2014. Außerdem gab es kleinere Änderungen bei der Höchstarbeitszeit und den Zuschlägen sowie ein paar redaktionelle Veränderungen im Mantel-Tarifvertrag. Der jetzt abgeschlossene Gagen-Tarifvertrag Film und Fernsehen läuft nach einer Erhöhungspause von 6 Monaten über den Zeitraum von 21 Monaten. Er bestimmt ab dem 1.7.2014 eine...
Ein fauler Kompromiss zu Lasten Dritter
Regieverband missbilligt den Verteilungsschlüssel und Ergänzungstarifvertrag Urheber-Erlösbeteiligung
Ver.di und der Schauspielerverband BFFS haben im Juli 2013 einen Ergänzungstarifvertrag zur Erlösbeteiligung von Filmurhebern und ausübenden Künstlern mit der ProduzentenAllianz abgeschlossen. Er tritt mit einer Aufschubfrist zum 1.4. 2014 in Kraft. Jetzt haben die selbst ernannten Interessenvertreter der Filmurheber einen Verteilungsschlüssel vorgelegt, wie denn die ausgehandelten 7,5 % vom Produzenten-Netto der ersten Beteiligungsstufe aufgeteilt werden sollen. Das Ergebnis stellt bisheri...
Urheber fordern die neue Bundesregierung auf, Taten folgen zu lassen
BVR und Initiative Urheberrecht skizzieren den dringlichsten Handlungsbedarf
Die Initiative Urheberrecht, ein Zusammenschluss von mehr als 30 Verbänden, dem auch der BUNDESVERBAND REGIE angehört, begrüßt die positiven Einlassungen im Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD. Darin werden auch wichtige Reformschritte im Bereich des Urheberrechts versprochen oder angedeutet. Damit entspricht der Koalitionsvertrag zumindest in Teilen Forderungen der Urheberverbände, wie etwa dem Manifest der Initiative Urheberrecht vom 18. 9. 2013. Der neue Bundesminister der Justiz He...
Was ist ein Werk und wer sein(e) Urheber?
Alte Definitionsprobleme neu entzündet: Spannende Diskussion auf der MOVIECOM518
Das Urheberrecht muss im digitalen Zeitalter seine Prämissen klären, offenlegen und verteidigen. Dies gilt nicht nur für die Nutzung, sondern auch für den ureigenen Gegenstand. Etwas tautologisch anmutend bestimmt ihn das deutsche Gesetz so: Urheber ist der Schöpfer eines Werkes (§ 7 UrhG). Das wiederum hat als Voraussetzung die persönliche geistige Schöpfung (§ 2 Abs.2 UrhG). Die persönliche Erbringung schließt juristische Personen (wie in den USA möglich) oder Beauftragte wie Beau...
Regieverband vereinbart gemeinsame Vergütungsregeln mit Pro7Sat.1
Der BUNDESVERBAND DER FILM- UND FERNSEHREGISSEURE E.V. (BVR) und der Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS) haben sich mit der ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH auf gemeinsame Vergütungsregeln gemäß §§ 32 a, 36 UrhG geeinigt. Damit wird zum ersten Mal eine kollektivvertragliche Regelung nach dem Urhebervertragsrecht für Fernsehproduktionen vereinbart. Sie gilt für alle Sender der ProSiebenSat.1 TV Deutschland GmbH, die sich damit nachhaltig auch zu ihrer Branchenverantwor...
Regisseure fordern den Erhalt der Kultur-Ausnahmeklausel
Handelsabkommen mit den USA steht zur Neuverhandlung an
BVR und FERA, die Dachorganisation der europäischen Regieverbände, begrüßen die Haltung von EU-Kulturkommissarin Vassiliou, bei den bevorstehenden Handelsgesprächen zwischen der EU und den USA die bewährte Sonderstellung für Kultur auch weiterhin zu beanspruchen. Sie unterstützen vor allem ihre Zusicherung: “Die Liberalisierung des Handels soll nicht jene Politik und jene Maßnahmen der EU und ihrer Mitgliedstaaten schwächen, welche die kulturelle Vielfalt insbesondere in Bezug auf Fi...
ZDF muss mit Regie-Verband Vergütungsregeln verhandeln
Landgericht München weist eine Klage des Senders ab
Der Urheber muss eine angemessene Vergütung erhalten – das ist der Kerngedanke des 2002 in Kraft getretenen Urhebervertragsrechts. Was angemessen ist, sollen Verbände der Urheber mit Werknutzern bzw. deren Verbänden in so genannten Gemeinsamen Vergütungsregeln festlegen. In der Film- und Fernsehbranche gibt es mehr als 10 Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes noch immer keine Vergütungsregeln, so dass hier weitgehend unklar bleibt, welche Urhebervergütung angemessen ist. Nachdem Verh...
Eckpunkte-Vereinbarungen sind nur Tropfen auf heißen Steinen
Alarmierendes Ergebnis bei der Honorarumfrage unter Dok.film-Regisseuren
Die Produzentenallianz und das ZDF haben gerade leicht verbesserte „terms of trade“ bei vollfinanzierten Auftragsproduktionen von Dokumentationen ab 30 Minuten vereinbart. Produzenten von Dokumentationen erhalten künftig bei kommerziellen Nachverwertungen eine Beteiligung von 16 % der um eine Pauschale gekürzten Bruttoerlöse, und bei kleineren Produktionsbudgets werden, abhängig vom Produktionsvolumen, höhere Handlungskosten anerkannt. Außerdem werden einige wenige neue Kalkulationspos...
Online-Distribution von Filmen und Fernsehwerken
Diskussionsveranstaltung und Stellungnahme des BVR zum wichtigsten Medienthema der Zukunft
Die Europäische Kommission hat als einen Schwerpunkt der EU-Medienpolitik für die kommenden Jahre die Förderung der transnationalen Vermarktung und Verbreitung sowie die Unterstützung des Auf- und Ausbaus von Publikumsschichten durch die Förderung flexibler neuer Vertriebswege im Internet ausgegeben. Es sollen neue Vertriebskanäle für audiovisuelle Werke entstehen, neue Geschäftsmodelle entwickelt werden, und es sollen die bestehenden Daten-Autobahnen mit mehr Content ausgestattet werden...
EuGH kassiert gesetzliches Übertragungsgebot für Filmurheber in Österreich
Hauptregisseur gilt als alleiniger Inhaber ausschließlicher Verwertungsrechte
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in einem bemerkenswerten Urteil die aus dem Jahre 1936 stammende grundsätzliche Übertragungsgebot der Filmurheber an den Filmhersteller („cessio legis“) im österreichischen Urheberrecht für europarechtswidrig erklärt. Der EuGH arbeitet dabei auf der Grundlage der bisher ergangenen europäischen Richtlinien zum Urheberrecht einen europäischen Standard des Filmurheberrechts heraus, der dem Hauptregisseur die alleinige Urheberposition am Filmwerk zu...
Wer und was ist ein Künstler?
Steuerrecht darf urheberrechtliche Grundlagen nicht entwerten
Kreativ ist ein Schlagwort, das gern und viel bemüht wird. Der Steuerberater soll bei der Abfassung der ESt-Erklärung kreativ sein, die Marktfrau beim Anbieten ihrer Produkte und der Friseur sowieso. Und auch beim komplexen Herstellungsprozess eines Films oder Fernsehwerks verstehen manche Mitwirkende ihre Arbeit als kreativ. Das ist sie oft auch. Unterschieden werden muss das aber von der Schöpfung eines Werkes. Die ist unumstößliche Voraussetzung, um Urheber zu sein. Die zentrale Vorschri...
Für König Fußball büßt das Programm
Das ZDF scheut echte Programminnovation
An die 50 Mio. EUR im Jahr gibt das ZDF ab 2012 für den Erwerb der Senderechte an 18 Champions League-Spielen aus. Finanziert werden soll das mit dem Verzicht auf Boxen und Tour de France. Das wird aber nicht reichen, weshalb die Etats anderer Programmsäulen mit Kürzungen zu rechnen haben. Treffen wird es vor allem die Formate, die an den Spielabenden Dienstag und Mittwoch bisher gesendet wurden: das sind Shows und Fernsehfilme. Zwar sind beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch nach langj...
Buyout birgt Risiken für den Verwerter
Richtung weisendes BGH-Urteil zur angemessenen Vergütung
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat jüngst über die Klage einer Übersetzerin zur Frage der angemessenen Vergütung (§ 32 UrhG) entschieden. Es ging darum, ob ein pauschales Seitenhonorar mit sehr hohen Hürden für weitere Erlösbeteiligung (erst ab einer Auflage von 30.000 Ex.) angemessen ist. Das Gericht entschied, die Vergütung sei zwar bei Vertragsabschluss üblich, aber nicht redlich gewesen. Das BGH hat bei dieser Entscheidung ein paar grundlegende Aussagen zu Pauschalvergütungen getrof...
Acht Thesen zum Status des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und seiner Fernsehfilm-Produktion
Nicht nur Fall Heinze beim NDR gibt Anlass, über strukturelle Reformen nachzudenken
Die Umstände des Falls Doris Heinze lassen jenseits der persönlichen Verfehlungen, die jetzt strafrechtlich vor dem LG Hamburg aufgearbeitet werden, auch Fragen nach strukturellen Veränderungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aufkommen. Nicht zuletzt aufgrund der Erfahrungen anderer Länder, die ihre Rundfunksysteme im Hinblick auf Transparenz und Heterogenität reformiert haben, hält der BUNDESVERBAND DER FERNSEH- UND FILMREGISSEURE ein Umdenken bei Programm- und Produktionsstrukturen...
Urheber des Films ist der Schöpfer des Werkes
Anmerkungen zu Forderungen der ProduzentenAllianz
In einer so genannten „Hamburger Erklärung“ hat die Produzenten Allianz Film und Fernsehen auf den dringend notwendigen Schutz des geistigen Eigentums in der digitalen Welt aufmerksam gemacht. Der BUNDESVERBAND REGIE (BVR) teilt diese Sorge, nicht nur im Hinblick auf die um sich greifende Internet-Piraterie, wo ohne Unrechtsbewusstsein millionenfach gegen urheberrechtliche Bestimmungen verstoßen wird. Internet-Piraterie ist Diebstahl geistigen Eigentums, es verletzt die Rechte nicht nur de...
BKM würdigt die Arbeit der Regisseure und beteiligt sie an den Filmpreis-Prämien
Ein Beteiligungsmodell mit Zukunft
Der ehemalige Kulturstaatsminister Bernd Neumann (heute FFA-Präsident) hat bereits 2010 eine Änderung der Richtlinien des Deutschen Filmpreises zugunsten der Regisseure umgesetzt. “Künftig sollen beim Deutschen Filmpreis auch die Regisseure Einfluss bekommen auf die Verwendung der Preisgelder für die besten Filme. Bisher kamen die Preisgelder ausschließlich den Produzenten der ausgezeichneten Filme zugute. Künftig ist vorgesehen, dass der Regisseur des jeweils ausgezeichneten Films darü...
Es glitzert wenig
Arbeitsbedingungen der Filmemacher im Visier
Die Filmbranche im Aufschwung – Die Umsätze steigen, der Staat fördert und der Glamour lockt. Doch kein anderer Kulturbereich muss einen solchen Umbruch verkraften. Jeder vierte Beschäftigte möchte seinen Job wechseln. Als der Drehtag in seine 16. Stunde ging, als der Hauptdarsteller in seinem Text ein fünftes Mal hängen geblieben war und am Set entnervt die Luft angehalten wurde, als alle schon deutlich an Konzentration eingebüßt hatten und die Szene ein weiteres Mal abzustürzen d...
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